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Baden-Württemberg

11 2018

Teststreifen für Mercedes

Die Mercedes-Teststrecke ist legendär, der Zutritt unterliegt strengen Sicherheitsvorkehrungen. Einer, der trotzdem regelmäßig ein und ausgeht: Hürttle-Malermeister Thomas Gall.

Seit 1967 ist die Mercedes-Teststrecke – oder Einfahrbahn, wie sie auch genannt wird, in Stuttgart-Untertürkheim in Betrieb. Ob A-Klasse, S-Klasse, Unimog oder Omnibus – rauf müssen sie alle. Denn nur wer die Hochgeschwindigkeitspiste mit Steilkurve und die diversen Waschbrett-, Rüttel- und Schlaglochstrecken problemlos übersteht, darf später die heiligen Werkshallen verlassen.

Nachdem auch privater Teststreckenverkehr geregelt sein will (nach StVO übrigens), findet man auf der Einfahrbahn die im öffentlichen Straßenverkehr üblichen Orientierungshilfen und Sicherheitsvorkehrungen. Besonders beim Thema Bodenmarkierungen vertraut Mercedes auf die Präzisionsarbeit des Malerbetriebs Hürttle.

Malermeister Thomas Gall ist jedes Mal persönlich vor Ort, um das Aus- und Einmessen sowie das Ziehen der Bodenmarkierungen zu überwachen. Dafür hat die Firma eigens eine Spezialmaschine angeschafft. Fehler darf man sich dabei natürlich trotzdem keine erlauben. Fehler im Bereich der Sicherheit werden bereits von Betreiberseite weitestgehend ausgeschlossen: So sind das Absolvieren eines Fahrsicherheitstrainings und eine Einweisung durch die Bahnmeister für alle, die auf oder entlang der Strecke arbeiten, verpflichtend.

Neben dem Ziehen von Fahrbahnmarkierungen haben Thomas Gall, Rolf Huber und Naim Hoxhaj dieses Jahr auch Zugangstore und Brückengeländer abgeschliffen und gestrichen. Bis Ende 2018 steht dann noch das Aufbringen von schwarz-gelben Sicherheitsmarkierungen im Bereich der Steigungen auf dem Programm. Worauf sich Mercedes auch dabei verlassen kann: Jeder „Teststreifen“ sitzt. (ds)